Die neu vorgestellte Sony Alpha 9 II verbindet die Geschwindigkeit des Vorgängermodells Alpha 9 mit neuen Funktionalitäten und verbesserten Verbindungsmöglichkeiten.
Die neu vorgestellte Sony Alpha 9 II verbindet die Geschwindigkeit des Vorgängermodells Alpha 9 mit neuen Funktionalitäten und verbesserten Verbindungsmöglichkeiten. Die wichtigsten Weiterentwicklungen betreffen den Autofokus sowie Design und Konnektivität.

Sony hat die Alpha 9 II (Modell ILCE-9M2) vorgestellt. Das neueste Modell im Segment der Vollformat-Systemkameras von Sony wurde entwickelt, um den Bedürfnissen professioneller Fotografen gerecht zu werden. Speziell Sportfotografen und Fotojournalisten werden bei ihrer Arbeit von den Neuerungen profitieren.

Die neue Alpha 9 II baut auf den beeindruckenden Leistungen der ersten Alpha 9 auf. Sie glänzt mit der gleichen hohen Geschwindigkeit, einschließlich Blackout-freier Serienaufnahmen mit bis zu 20 Bildern pro Sekunde. Außerdem erlaubt das neue Modell Autofokus- und Auto-Exposure-Tracking bei 60 AF/AE-Berechnungen pro Sekunde.

Feedback der Profi-Kunden mündet in Verbesserungen

Zugleich bietet sie aber noch mehr Verbesserungen, die direkt auf das Feedback professioneller Fotografen zurückgehen. Dazu zählen unter anderem erhebliche Vorteile bei der Konnektivität und der Übertragung von Dateien. Auch Serienaufnahmen mit bis zu 10 Bildern pro Sekunde mit mechanischem Verschluss sowie eine höhere AF-Leistung mit optimierten Algorithmen hat Sony auf Basis von Kunden-Feedback ermöglicht. Ebenso das erneuerte Gehäuse, das über eine verbesserte Strapazierfähigkeit und Bedienbarkeit verfügt.

Die Sony Alpha 9 II ist ein Werkzeug für Profis

„Die Stimmen unserer Kunden sind für Sony von größter Bedeutung – wir hören immer zu“, betont Yann Salmon Legagneur, Director of Product Marketing, Digital Imaging, Sony Europe. „Die Alpha 9 II ist das direkte Ergebnis unzähliger Feedback-Gespräche. Diese haben wir seit der Einführung der ursprünglichen Alpha 9 mit Agentur-, Sport- und Nachrichtenfotografen geführt. Wir haben die Verbindungsmöglichkeiten und Netzwerkfähigkeiten erweitert, was die professionellen Arbeitsabläufe enorm verbessert. Zudem haben wir subtile Anpassungen beim Design, Interface und der Rechenleistung vorgenommen, um das Benutzererlebnis abzurunden.“

Aufgrund des vielseitigen Sony E-Mount-Systems stehen für die Sony Alpha 9 II vom Start weg 55 native Objektive bereit. Darunter beispielsweise auch die 600-mm- und 400-mm-Super-Telezoom-Objektive der G-Master-Serie.

Die Sony Alpha 9 II mit dem 600-mm-Super-Telezoom der G-Master-Serie. (Foto: Sony)
Die Sony Alpha 9 II mit dem 600-mm-Super-Telezoom der G-Master-Serie. (Foto: Sony)
Erweiterte Konnektivität vereinfacht professionelle Workflows

Die Alpha 9 II verfügt über ein integriertes 1000BASE-T Ethernet-Terminal für schnelle und stabile Datenübertragungen im Gigabit Bereich. Darüber hinaus unterstützt die Kamera die Dateiübertragung mit SSL- oder TLS-Verschlüsselung (FTPS), um die Datensicherheit zu erhöhen. Auch die Leistung bei PC-gesteuerten Aufnahmen (Tethering) hat Sony verbessert. Sowohl die Auslöseverzögerung, als auch die Verzögerungen des Live-View-Bildschirms bei Verwendung der Desktop-Anwendung „Remote Camera Tool“ sind nun geringer. Um die Geschwindigkeit der eingebauten WLAN-Funktionalität zu erhöhen, hat Sony außerdem das 2,4-GHz-Band der ersten Alpha 9 um ein stabiles, schnelles 5-GHz-Band (IEEE 802.11ac) ergänzt. Die Standards IEEE 802.11a/b/g/n/ac werden allesamt unterstützt.

Kombinierte Sprach- und Bildübertragung

Die Sony Alpha 9 II ist übrigens gezielt darauf ausgelegt, Arbeitsabläufe in Nachrichtenagenturen zu verbessern. Dafür verfügt sie über eine neue Sprachmemo-Funktion. Mit dieser kann der Fotograf gesprochene Informationen als Sprachnotizen an Bilder anhängen. Bei der Prüfung der Bilder kann der bearbeitende diese Memos wiedergeben. Überdies kann der Fotograf die Sprachdaten den Fotos hinzufügen und an die Redakteure senden, um ihnen wichtige Informationen für eine effektive Bearbeitung zu liefern.

Sprache-zu-Text-Konvertierung beschleunigt den Workflow

Außerdem kann der Fotograf im Einsatz auch das „Transfer & Tagging-Add-on“ zusammen mit der Imaging Edge Mobile App von Sony verwenden. Dadurch werden Sprachtags zusammen mit den Fotos auf ein Mobilgerät übertragen. Dort werden die Sprachnotizen  in Text umgewandelt und den JPEG-Bildern in Form von IPTC-Metadaten hinzugefügt. All dies kann entweder automatisch oder manuell erfolgen, je nach Vorliebe des Fotografen.

Dank der Kombination von kabelloser Sprach-/Bildübertragung und automatischer Sprache-zu-Text-Konvertierung mit der Möglichkeit, Bilder mit angehängten Sprachnotizen automatisch via FTP zu übertragen, können Fotografen Bilder aufnehmen und an einen FTP-Server schicken, ohne auch nur ein Smartphone verwenden zu müssen. Die FTP-Einstellungen in der App kann der Fotograf darüber hinaus auch per Bluetooth an eine Kamera senden, um den Workflow zu beschleunigen.

Sony Alpha 9 II mit Höchstleistung bei Geschwindigkeit und Autofokus
Der Bildsensor der Sony Alpha 9 II ist der gleiche wie beim Vorgängermodell. (Foto: Sony)
Der Bildsensor der Sony Alpha 9 II ist der gleiche wie beim Vorgängermodell. (Foto: Sony)

Genau wie die ursprüngliche Alpha 9 ist auch die neue Alpha 9 II mit dem mehrschichtigen 35 mm Exmor RS Vollformat-CMOS-Bildsensor mit 24,2 Megapixeln und integriertem Speicher ausgerüstet. Damit steht sie dem Vorgängermodell in Sachen Geschwindigkeit in nichts nach. Doch auch hinsichtlich Bildqualität liefert die Alpha 9 den Richtwert, den die Alpha 9 II problemlos erreicht.

Serienaufnahmen mit 20 Bildern pro Sekunde

Die neue Kamera ermöglicht unterbrechungsfreie, völlig geräuschlose Serienaufnahmen mit 20 Bildern pro Sekunde. Aufgrund dessen entstehen bis zu 361 JPEG-Bilder oder 239 komprimierte RAW-Bilder ohne Sucher-Blackout. Dadurch kann der Fotograf das Motiv und die Szenen während der Aufnahme ohne Unterbrechung im elektronischen Sucher verfolgen. In Situationen, in denen der mechanische Verschluss erforderlich ist, lassen sich mit der neuen Alpha 9 II bis zu 10 Bilder pro Sekunde aufnehmen – etwa doppelt so viele wie bei der ersten Alpha 9.

Autofokus-Berechnung bis zu 60-mal pro Sekunde

Die Kamera kann den Autofokus bis zu 60-mal pro Sekunde berechnen. Dafür sorgen optimierte AF-Algorithmen, die die Präzision und Leistung des Autofokus deutlich verbessern. Sie sorgen außerdem dafür, dass selbst die unberechenbarsten Bewegungen des Motivs, wie sie beispielsweise im Sport häufig vorkommen, mit hoher Präzision erfasst werden. Bei Sportveranstaltungen macht sich auch der neue Anti-Flimmer-Modus der Alpha 9 II bezahlt, der Neonbeleuchtung oder sonstiges künstliches Licht automatisch erkennt und entsprechende Anpassungen vornimmt.

Sony Alpha 9 II verfügt über eine Vielzahl verschiedener Fokus-Features

Das hochentwickelte Fokussystem der neuen Alpha 9 II umfasst 693- Phasenautofokuspunkte. Diese decken rund 93 % des Bildbereichs ab. Ergänzt werden sie durch 425 Kontrast-AF-Punkte. Dieses Hybrid-Autofokus-System stellt sicher, dass auch schnell bewegliche Motive genau erfasst werden. Des weiteren zählt der Echtzeit-Autofokus mit Augenerkennung zu den Leistungsmerkmalen des Fokussiersystems der Sony Alpha 9 II. Dabei kann der Fotograf zwischen rechtem und linkem Auge wählen.

Schau mir in die Augen: Sony setzt bei der Alpha 9 II einen Echtzeit-Augen-AF für Tiere mit neuem Algorithmus ein. (Foto: pixabay.com)
Schau mir in die Augen: Sony setzt bei der Alpha 9 II einen Echtzeit-Augen-AF für Tiere mit neuem Algorithmus ein. (Foto: pixabay.com)

Ein Echtzeit-Augen-AF für Tiere – mit neuem Algorithmus – sowie ein Echtzeit-Augen-AF für Videoaufnahmen und Echtzeit-Tracking sind ebenfalls an Bord. Die Auswahl der Fokusrahmenfarbe, das Festlegen des Fokuspunkts via Touchpad bei Verwendung des Suchers sind weitere Fokus-Features. Der Autofokus kann obendrein das Motiv sogar bei Serienaufnahmen mit einem größeren Blendenwert als F16 nachverfolgen. Dadurch bietet er dem Fotografen eine höhere Genauigkeit bei Aufnahmen, die längere Verschlusszeiten erfordern.

Evolution des BIONZ X Prozessor steigert die Performance

Das Herz der Sony Alpha 9 II ist der weiterentwickelte BIONZ X Bildverarbeitungsprozessor. Er profitiert dabei maximal von der schnellen Auslesegeschwindigkeit des Sensors. In Kombination mit dem Front-End LSI verbessert der Prozessor die Geschwindigkeit bei der AF/AE-Erkennung, die Bildverarbeitung und die Genauigkeit der Gesichtserkennung.

Modernste Bildverarbeitungsalgorithmen reduzieren überdies das Rauschen im mittleren bis hohen Empfindlichkeitsbereich. Ebenso optimieren sie die subjektive Auflösung sowie die Bildqualität. Zudem arbeitet in der Kamera ein optisches Bildstabilisierungssystem mit fünf Achsen, das einer um 5,5 Schritte kürzeren Verschlusszeit entspricht.

Konstruktion und Bedienung weiter optimiert
Für eine verbesserte Griffigkeit, noch mehr Komfort und sicheren Halt ist die Sony Alpha 9 II zudem mit dem Vertikalgriff VG-C4EM von Sony kompatibel. (Foto: Sony)
Für eine verbesserte Griffigkeit, noch mehr Komfort und sicheren Halt sorgt Sonys Vertikalgriff VG-C4EM. (Foto: Sony)

Das verbesserte, staub- und feuchtigkeitsabweisende Design der Alpha 9 II erfüllt auch bei schwierigsten Außenbedingungen die Anforderungen professioneller Fotografen. Die Dichtungen an allen Gehäusekanten sowie an der Abdeckung des Akkufachs und am Medienanschluss wurden noch verstärkt.

Funktionalität ist Trumpf bei der Sony Alpha 9 II

Optimiert hat Sony zudem das Design sowie die Haptik der Tasten bei der Alpha 9 II. Resultat dieser Maßnahme sind beispielsweise ein größerer Durchmesser und besseres Feedback der AF-ON-Taste, eine Mehrfachauswahltaste im Joystick-Design sowie ein Verriegelungsknopf für das Drehrad der Belichtungskompensation. Außerdem veränderte Sony im Vergleich zum Vorgänger Form und Position des hinteren Drehrads.

Veränderungen im Detail sorgen im Vergleich mit dem Vorgängermodell bei der Sony Alpha 9 II für ein verbessertes Handling. (Fotos: Sony)
Veränderungen im Detail sorgen bei der Alpha 9 II (r.) für ein verbessertes Handling im Vergleich mit dem Vorgängermodell (l.). (Fotos: Sony)

Das neu gestaltete Verschlusssystem der Sony Alpha 9 II unterdrückt selbst kleinste Bewegungen, die zu Bildunschärfen führen könnten. Mit einer getesteten Lebensdauer von mehr als 500.000 Zyklen (!) ist das System extrem langlebig.

Schnelle Anschlüsse für schnellen Datentransfer

Der USB Typ-C Anschluss sorgt für schnelle Datenübertragung gemäß USB 3.2 Gen 1. Die beiden Mediensteckplätze sind beide sowohl mit UHS-I-, als auch mit UHS-II-SD-Karten kompatibel. Dadurch ermöglichen sie eine höhere Gesamtkapazität ebenso wie schnellere Lese- und Schreibgeschwindigkeiten.

Zudem hat Sony den Multi-Interface-Zubehörschuh (MI-Zubehörschuh) der Kamera um ein digitales Audio-Interface erweitert. Fotografen schließen das neue Shotgun Mikrofon ECM-B1M oder das XLR-Adapterkit XLR-K3M somit jetzt direkt direkt an den MI-Zubehörschuh an. Dies ermöglicht reinere, klarere Audioaufnahmen.

Als unverbindliche Preisempfehlung für die neue Alpha 9 II (ILCE-9M2) nennt Sony stolze 5.399 Euro.