Der Fotodruck am POS wird heute überwiegend mit dem Smartphone bestritten. Bilddienstleister und Druckerhersteller setzen auf Drucklösungen mit QR-Code, um den Fotodruck vom Smartphone so convenient wie möglich zu gestalten. (Foto: di support, Fujifilm, Mitsubishi)
Der Fotodruck am POS wird heute überwiegend mit dem Smartphone bestritten. Bilddienstleister und Druckerhersteller setzen auf Drucklösungen mit QR-Code, um den Fotodruck vom Smartphone so convenient wie möglich zu gestalten.

Fotodruck boomt. Auf der ganzen Welt werden so viele Fotos gemacht wie noch nie zuvor. Womit? Na klar, mit dem Smartphone. „Viele aktuelle Smartphones besitzen mittlerweile Kameratechnik, die vor Jahren nur in Profiequipment verfügbar war. Dazu kommt, dass man das Smartphone meistens sowieso in der Hosentasche dabeihat“, ­erklärt Bitkom-Geschäftsleiter Christian Kulick.

Per Smartphone zum haptischen Bilderlebnis

Nicht erst seit Instagram, WhatsApp und Co. ist das Smartphone das beliebteste Mittel, um Fotos zu schießen, zu verwalten und zu verschicken. In der Zielgruppe der Digital Natives werden Bilder fast ausschließlich mit Smartphones aufgenommen. „Allein für ­Urlaubsfotos nutzen fast 70 Prozent der Deutschen ihre Smartphones“, weiß Manfred Rau, Leiter Marketing bei Fujifilm Imaging Deutschland.

Abermillionen digitale Dateileichen

Die Mengen digitaler Fotos, die in Smartphones, auf Festplatten und in Online-Speichern gesammelt werden, nimmt immer absurdere Ausmaße an. Denn die meisten Bilder vegetieren als digitale Dateileichen vor sich hin und geraten in Vergessenheit. Gut für das Fotodruck-Geschäft im Handel: ein Umdenken findet statt. Marktforschungen von Fujifilm zeigen, dass speziell immer mehr junge Kunden ihre Fotos auch in haptische Erinnerungen verwandeln möchten.

Junge Frauen drucken am liebsten im Handel

Die gleiche Erfahrung hat auch ­Kodak gemacht: Allein drei Milliarden Fotos werden jährlich an den Kodak-Sofortbild-Stationen weltweit ­gedruckt. „Bereits die Hälfte aller Bilder, die dort gedruckt wird, kommt direkt vom Smartphone“, sagt Helena Babic, Marketing Direktorin für den Bereich Kodak Moments bei der Kodak Alaris Germany GmbH. „Dabei zeigen unsere Kundenumfragen, dass gerade junge Frauen zwischen 16 und 26 Jahren ihre Fotos am liebsten an der Fotostation im Handel ausdrucken.“

Das Smartphone ist ein echter „Gamechanger“

Für Ralph Naruhn, CEO der di support GmbH, ist das Smartphone im Fotodruck ein echter „Gamechanger“. „Das Geschäft mit dem Sofortdruck von Fotos lebt heute bereits vom Smartphone. Der Anteil der Bilder, die von Mobiltelefonen aufgenommen wurden, ist überdurchschnittlich hoch im Vergleich zum gesamten Imaging Markt. Der Bildanteil von Kameras geht Jahr für Jahr zurück.“

Druck vom Smartphone am POS muss schnell und einfach sein

Das Bedürfnis der Kunden, Fotos zu drucken, ist vorhanden. Jetzt sind intelligente, zeitgemäße Ideen der Umsetzung für den Point of Sale gefragt. Das Anforderungsprofil ist rasch umrissen.

  • Schnell soll es gehen – das gilt für sämtliche Schritte der Produktionskette. Angefangen beim Herstellen der Verbindung zum Kiosk/Drucker, über  die Auswahl des Produkts bis hin zum Fotodruck selbst.
  • Smart und convenient muss es sein. Bitte kabellos und narrensicher. Nichts ist schlimmer, als im Laden zu stehen und das Smartphone lässt sich nicht anschließen oder die Übertragung bricht ab.
  • Deshalb: Mobile first – Datenübertragung per W-LAN direkt vom Smartphone, gerne ohne App. Und wenn diese doch notwendig ist, muss sie funktional sein und einfach zu bedienen.
SmartPrint-Lösung von Fujifilm

Fujifilm zeigte auf der photokina 2018 sein SmartPrint-System. ­Damit lassen sich Bilder von Smartphone und Tablet bequem und völlig zeit- und ortsungebunden bestellen. Der Bestellprozess ist für den User ebenso einfach wie der Betrieb einer SmartPrint Station für den Händler.

Kein Schlangestehen am Fotokiosk

Der Nutzer bestellt seine Bilder vom Smartphone bei Fujifilm per App. Mit der neuen SmartPrint App werden Bilder ausgewählt, das Produkt erstellt und an eine vom User ausgewählte SmartPrint Station geschickt. Lange Warte­zeiten zum Übertragen der Bilder am Point of Sale fallen somit nicht an. Die App generiert für den Auftrag einen QR-Code. Diesen muss der Kunde vor Ort lediglich an der SmartPrint Station scannen, um wenig später seine fertigen Prints in Fujifilm-Inkjet-Druckqualität in den Händen zu halten.

Attraktive und innovative Bestellmöglichkeiten gefragt

Ganz ähnlich funktioniert auch der PrintCube von di support. Einen Vorteil, den beide Systeme teilen, ist ihr ­attraktives Design, was am POS die Neugier weckt und den Kunden in seinen Bann zieht. Der PrintCube erhielt 2018 den Red Dot Award für ­außergewöhnlich gutes Produktdesign. Den PrintCube entwickelte di support übrigens eigens für den Fotodruck vom Smartphone. Mit seinem einzigartigen Design ohne Tasten mutet der Printcube wie das Smartphone unter den Printstationen an.

Auch Kodak bietet den Druck vom Smartphone per QR-Code

Auch bei Kodak Moments und Mitsubishi haben neue Lösungen Einzug gehalten, mit denen Konsumenten im Handel ihre Sofortdruck-Produktbestellung direkt vom Smartphone an den Drucker schicken können. Nach dem Prinzip „connect create collect“ wird das eigene Smartphone zur Bestellstation. Der Kunde ­benötigt für den Fotodruck kein Kabel und keine App – auch bei Kodak reicht ein entsprechender QR-Code, den er im Laden scannt.

Fotos per Smartphone am POS – ohne QR-Code druckt nichts

Mit „PhotoPrintMe“ hat auch Druckerhersteller Mitsubishi ein Programm für den schnellen und unkomplizierten Bilder­druck vom Smartphone auf­gelegt. Der Service ermöglicht den ­Zugang zu ­einer breiten Palette von Produkten und Formaten.  Dazu verbindet sich der Konsument mit dem individuell konfigurierbaren Online-Katalog seines bevorzugten Händlers. Das kann im Geschäft oder an jedem beliebigen anderen Punkt passieren. „Photo­PrintMe“ ist ein reines Online-Angebot und funktioniert ohne App.

Individualisierbarer Online-Katalog inklusive

Beim Mitsubishi-Modell richten teilnehmende Händler ihre Angebote in einem individualisierbaren Online-Katalog ein. Der ist über einen individuellen – Na? Natürlich! – QR-Code zu erreichen. Um die Kunden auf den neuen Service aufmerksam zu machen, stellt ­Mitsu­bishi „PhotoPrintMe“-Partnern ent­sprechendes Werbematerial mit dem Code bereit.