Zum Fotografieren und Filmen bei sengender Hitze, frostiger Kälte oder unter Wasser ­empfehlen sich ausgewiesene Outdoor-Kameras. Diese Art von Fotoapparat macht so einiges mit, und ihr ­dicker Panzer verzeiht bis zu einem gewissen Grad auch Stöße und Stürze.

Man erkennt sie oft schon von ­Weitem: Schon alleine durch ihre Optik unterscheiden sich Outdoor-­Kameras von herkömmlichen Kompaktkameras. Meist sind sie kleiner, leichter, und nicht selten sieht man sie in Farben, die deutlich machen: An der ist irgendetwas besonders. Nicht selten kommen Outdoor-Kameras in Signal-Rot, knalligem Orange oder leuchtendem Gelb daher.

Fotografieren in den Tropen und am Polarkreis

Zu den wesentlichen Charakterzügen einer solchen Kamera zählt das widerstandsfähige Gehäuse. Es verfügt über Dichtungen, die das Innenleben vor Staub und Feuchtigkeit schützen. Fotografieren in einem tropischen Regenguss, bei einem Sandsturm in der Sahara oder bei Minusgraden und Schneegestöber am Polarkreis – für eine gute Outdoor-Kamera keine Herausforderung. Manche dieser unverwüstlichen Kameramodelle funktionieren sogar unter Wasser bis zu einer Wassertiefe von zwölf Metern! Und dass, ohne ein zusätzliches Spezialgehäuse.

Vieles läuft bei Outdoor-Kameras automatisch

Besonderen Schutz verlangt natürlich das Zoomobjektiv. Deshalb befindet es sich bei den meisten Outdoor-Kameras im Inneren des Gehäuses, wo ihm Staub, Dreck und Feuchtigkeit nichts anhaben können. Aufgrund dieses Umstandes verfügen sie meist nur über einen 5-fach-Zoom. Auch in Sachen Funktionsumfang und Einstellmöglichkeiten sind sie deutlich eingeschränkt. Dafür verfügen viele dieser Kameras über mehrere Motivprogramme mit Auswahlautomatik. Absolut sinnvoll, wenn der Benutzer nur eine Hand frei hat. Etwa weil er mit der anderen gerade ein Paddel festhält, sein Mountainbike steuert oder durch ein Korallenriff navigiert. Bei spontanen Schnappschüssen am Strand, unter Wasser oder auf einem Berggipfel bleibt wenig Zeit, um vor dem Auslösen noch Änderungen an den Kameraeinstellungen vorzunehmen.

Mit der Fusion hat GoPro seit 2017 eine 360-Grad-Kamera am Start, die hochauflösende Fotos und Videos im vollsphärischen Format erzeugt. Die beiden versetzten Linsen zeichnen 360-Grad-Videos in einer Auflösung von 5,2 K mit 30 fps auf. Ein Stabilisierungssystem aus Kamera-Hardware und Desktop-Software (Fusion-Studio) korrigiert Wackler. Per Bluetooth oder WLAN stellt die Kamera Verbindung mit einem Smartphone oder Tablet her. UVP: 749,99 Euro. de.gopro.com
GoXtreme BlackHawk+ Mit der BlackHawk+ liefert Easypix in diesem Jahr das Upgrade zur BlackHawk 4K. Das Gerät ist bis 60 Meter Tiefe wasserdicht und zeichnet – anders als der Vorgänger – 4 K-Videos mit einer Bildfrequenz von 60 fps auf. Wer sich mit 30 fps zufriedengibt, kommt in den Genuss des integrierten Bildstabilisators. In der BlackHawk+ ist ein Stereo-Mikrofon verbaut, für Konnektivität sorgt die integrierte WiFi-Funktion. Die Markteinführung erfolgt voraus­sichtlich Ende Juni 2018 zu einem UVP von 249,90 Euro. www.easypix.eu/de
GoPros Hero5 ist seit 2016 auf  dem Markt,  kann aber leistungsmäßig   immer noch  mithalten. Keyfeatures wie 4 K-Videoauflösung (30 fps), Fotos mit 12  Megapixeln und der „Linear“-Aufnahmemodus für Weitwinkelaufnahmen ohne Verzerrung begeistern auch heute noch. Die Hero5 Black ist ohne Gehäuse bis zu zehn Meter Tiefe wasserdicht. Während die Kamera lädt, werden Bilddaten direkt in der Cloud ­gespeichert. de.gopro.com
Vor einem Jahr brachte Ricoh Imaging die WG-50 in Deutschland als Nachfolger der WG-30 auf den Markt. Ricoh setzt weiterhin auf einen 5-fach-Zoom und einen 16-Megapixel-CMOS-Sensor im kleinen 1/2,3-Zoll-Format. In Sachen Robustheit hat die WG-50 minimal zugelegt. So bleibt sie bis zu einer Tiefe von 14 Metern wasserdicht, übersteht den Absturz aus 1,6 Metern Höhe und trotzt Minusgraden bis 10 Grad unter null. Die Druckfestigkeit ist bis 100 kg gewährleistet. Die WG-50 bietet ein 5-faches optisches High-Performance-Zoomobjektiv. Der Brennweitenbereich deckt den gebräuchlichen Bereich vom 28-mm-Weitwinkel bis zum 140-mm-Teleobjektiv (äquivalent zum Kleinbildformat) ab. Auf 4K-Video und WiFi-Konnektivität müssen die Nutzer hingegen verzichten. Die WG-50 ist in den Farben Schwarz und Orange mit der unverbindlichen Preisempfehlung von 250 Euro erhältlich.
Mit einem Gewicht von nur 207 Gramm ist die FinePix XP130 leicht genug, um sie bei zahlreichen Outdoor-Akti­vitäten dabeizuhaben. Ihr 16,4 Megapixel BSI CMOS Sensor und das 5-fach optische Fujinon-Zoomobjektiv machen die handliche Kamera zum idealen Begleiter. Die XP130 ist ohne Zusatzgehäuse bis 20 Meter Tiefe wasserdicht, bis zu einer Fallhöhe von 1,75 Metern stoßfest und funktioniert bei Temperaturen bis minus zehn Grad in vollem Umfang. www.fujifilm.de
OLYMPUS TOUGH TG-5 Leicht, klein und unverwüstlich präsentiert sich die Olympus tough TG-5. Der robuste Allrounder verfügt über ein ultra-lichtstarkes Objektiv, ein variables Makrosystem, ein praktisches Zubehörsortiment und ein Feldsensorsystem. Sie ist stoßfest bis zu einer Höhe von 2,1 Metern, bruchsicher bis zu einem Gewicht von 100 kg, frostsicher bis –10 Grad ­Celsius sowie staubdicht und wasserdicht bis zu einer Tiefe von 15 m. Wer tiefer hinabtauchen will, braucht das Unterwassergehäuse PT-058. Es ist wasserdicht bis zu einem Druck entsprechend 45 m Tiefe. Videos zeichnet die TG-5 in 4K und als FullHD-High-Speed-Aufnahmen mit 120 fps für die verbesserte Wiedergabe in Slow Motion auf. Für die Übertragung der Daten auf Smartphones ist eine WLAN-Funktion integriert. Die Tough TG-5 ist in den Farben Rot oder Schwarz für 479 Euro erhältlich. www.olympus.de
Braun Champion 4K II Seit August 2017 ist Braun Photo­technik  mit der­ ­Champion 4K  II    auf dem   Markt. Das  extrem günsti­ge Modell   (UVP: mit Sony CMOS-Sensor   und   16 Mega­pixel zeichnet 4 K-Videos mit 30  fps und Full-HD-Filme mit 60  fps auf.  Dem   170-Grad-HD-Weitwinkelobjektiv entgeht nichts. Das Ergebnis kann per WiFi kabellos an Android-und iOS-Geräte übertragen werden. ­ www.braun-phototechnik.de
Die RX0 (DSC-RX0) ist keine klassische Outdoor-Kamera, kann aber ohne weiteres mit ihnen mithalten. Die gerade einmal 110 Gramm leichte und besonders kompakte Kamera weiß auch unter widrigen Bedingungen – bei Regen, bei Unterwasser-Shootings oder in sandigen, staubigen Umgebungen – zu überzeugen. Sie verfügt über einen mehrschichtigen Exmor RS CMOS-Bildsensor mit 15,3 Megapixel, einen BIONZ X®-Prozessor sowie ein festes 24 mm F4-Weitwinkelobjektiv von Zeiss für Fotos im RAW- und JPEG-Format. Die RX0 ist wasserdicht bis zu einer Tiefe von zehn Metern – mit dem MPK-HSR1-Gehäuse sogar bis zu 100 Meter –, sie ist stoßfest bis zu einer Fallhöhe von zwei Metern und bruchsicher bis zu einer Belastung von 200 Kilogramm. Käufer, die 849 Euro (UVP) für eine RX0 ausgeben, kommen auch in den Genuss von Bluetooth- und WiFi-Konnektivität. www.sony.de
Das neueste Modell des Marktführers   liefert 4K-Auflösung bei einer Bildfrequenz von 60  fps und 1080 p mit 240  fps sowie ­modernste Video-Stabilisierung. Über die GoPro-App lassen sich die Aufnahmen schnell und unkompliziert in „QuikStories“ verwandeln, um sie online mit der Welt zu teilen. Die Hero6 liefert einen deutlich verbesserten Dynamikumfang für besonders   detailreiche  Bildwiedergabe und satte Farben, auch in Umgebungen mit wenig Licht. Per Digitalzoom ist der Nutzer jetzt noch näher am Geschehen. Für die Hero6 Black empfiehlt GoPro einen UVP von 569,99 EUR. de.gopro.com
Mit der Coolpix W300 hat Nikon eine digitale wetter- und wasserfeste Kompaktkamera für alle Fälle im Sortiment.
Outdoor-Kameras sind voll vernetzt

Alle Naturliebhaber freuen sich zudem über die sogenannte GPS-­Funktion zur exakten Standortermittlung. Häufig sind zudem noch ein Kompass und ein Barometer an Bord. So haben Sie bei der Nachbearbeitung der Bilder interessante Informationen, wie z.B. Höhe, Richtung der Aufnahme und Standort, zur Hand.

Auch Videofilme in 4K-Qualität sind mit vielen dieser Kompaktkameras „für draußen“ ohne Weiteres möglich. In der heutigen Zeit unverzichtbar: Konnektivität via WiFi oder Bluetooth. So werden die Outdoor-Erlebnisse per Smartphone in die Welt gestreamt, geshared und gespeichert.