Fotopostkarten machen in der Menge den Großteil der Bildausgabe aus. (Foto: PIV)
Die Bildausgabe von digitalen Fotos auf allen nur denkbaren Medien, wie Papier, Glas, Holz, Metall, Folie oder Stoff, in Formaten bis XXL, liegt 2017 weiterhin voll im Konsumententrend.

Der Boom bei der Bildausgabe reißt nicht ab. Digitale Daten werden heute auf alle erdenklichen Materialien gedruckt. Getreu dem Motto des ehemaligen CEWE-Chefs Dr. Rolf Hollander: „Wir bedrucken alles was sich nicht wehrt“, landen Digitalfotos heutzutage nicht mehr nur auf Papier, sondern auch auf Glas, Holz, Metall, Folie oder Stoff. Und dies in den unterschiedlichsten Formaten – vom Miniglasblock bis zum XXL-Wandbild oder sogar als selbst gestaltete Fototapete. Christian Müller-Rieker, Geschäftsführer des Photoindustrie-Verbandes (PIV), hebt die weiter wachsende Marktbedeutung dieses Segments und seine wirtschaftlichen Relevanz für den Foto- und Imaging-Markt hervor.

270 Millionen Euro Umsatz in Deutschland mit Bildausgabe
Fotokalender sind beliebte Weichnachtsgeschenke.
Besonders in der Vorweihnachtszeit sorgen Fotokalender für volle Auftragsbücher bei Fotofinishern wie CEWE (Foto: CEWE)

Betrachtet man das weitreichende Portfolio der Bilddienstleister (Finisher), so liegen mengenmäßig Fotopostkarten an erster Stelle gefolgt von Fotopostern, Fotokalendern und Fotovergrößerungen z.B. auf Aludibond. Wertmäßig prognostiziert PIV für das Segment in 2017 über 270 Millionen Euro für Deutschland. Fotovergrößerungen liegen wertmäßig auf Platz 1, gefolgt von Fotokalendern, Fotopostkarten, Fotogeschenken und Fotopostern. Auch für die kommenden Jahre geht der PIV von weiterem Wachstum sowohl in der Menge als auch im Wert aus.

Immer mehr Smartphone-Fotos werden gedruckt

Die Vielfalt an Möglichkeiten zur physischen Bildausgabe hat einen positiven Einfluss auf die Marktentwicklung unterstützt durch die zunehmende Bekanntheit der Print-Dienstleister sowie die Marktdurchdringung ihrer Produkte. Mit dem stetig wachsenden Bilderberg eines jeden Fotobegeisterten legt automatisch auch die Bildausgabe weiter zu. Positiv auf die Marktentwicklung wirkt sich zudem die bessere Smartphone-Fotoqualität aus. Immer mehr Fotografien erfüllen die Ausgabekriterien, um sie für Fotodrucke nutzen zu können. Mit speziellen Apps haben die Anbieter nicht nur mobile Lösungen parat, sondern ebenso stationäre benutzerfreundliche Internetportale, über die die Gestaltung und das Bestellen zum Kinderspiel werden.

Bildausgabe dockt auf dem Trend zur Individualisierung des Alltags an

Durch die Flüchtigkeit der digitalen Welt, legen Konsumenten zunehmend Wert auf das intensive und nachhaltige Bilderlebnis. Marktbelebend wirken sich auch Trends wie Home Decoration und DIY (Do It Yourself) aus. Hier stehen Fotografien für Individualität. Ein weiterer Punkt ist die Archivierung des digitalen Bilddatenbestands, wenn dieser auf Papier – und hier insbesondere in selbstgestalteten Fotobüchern – ausgegeben wird. Bekannt ist, dass die Lebensdauer von digitalen Speichermedien mit fünf bis 30 Jahren begrenzt ist. Die physische Bildausgabe wirkt dem digitalen Vergessen entgegen, so der PIV.