Auslaufmodell: die GoPro-Drohne Karma
Mit der Bekanntgabe der Geschäftszahlen für das 4. Quartal 2017 kündigte GoPro-Gründer und CEO Nicholas Woodman an, die Produktion der Drohne Karma einzustellen. Für Karma-Besitzer wird der Support weiterhin gewährleistet.

Actionkamera-Spezialist GoPro steigt aus dem Geschäft mit Kameradrohnen aus. Dies gab das Unternehmen bei der Veröffentlichung der vorläufigen Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2017 bekannt. Die GoPro-Drohne Karma konnte sich nicht auf dem hart umkämpften Markt etablieren, konstatierte Firmenboss Nicholas Woodman. Wie das das US-amerikanische Technikmagazin „Techcrunch“ unter Berufung auf unternehmensnahe Quellen bereits vermeldet hatte, wird GoPro 200 bis 300 Mitarbeiter – vornehmlich aus der Drohnenabteilung – entlassen.

„Schlechtes Karma“ – Absturzgefahr

Als das anfänglich rasante Wachstum bei den Actionkameras verebbte, setzte GoPro große Hoffnungen in den Drohnen-Markt. Doch die erwünschte Belebung des Geschäfts stellte sich nicht ein. Selbstverschuldet. Bereits kurz nach der Markteinführung musste GoPro die Drohne Karma wieder zurückrufen: Absturzgefahr. Ein Defekt am Batteriefach hatte in einigen Fällen dazu geführt, dass sich die Akkus lösten. In der Folge war das Image der Kameradrohne angekratzt. Als das erneuerte Modell drei Monate später in den Handel kam, blieben die Verkäufe hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück.

GoPro gewährleistet weiterhin Service und Support

Obwohl die Drohne 2017 in ihrer Preisklasse noch sehr ordentlich performte und eine gute Marktposition erzielte, ereilt sie nun das Aus. Man sehe sich mit dem Produkt in einem äußerst wettbewerbsintensiven Luftverkehrsmarkt mit Margenproblemen konfrontiert, heißt es von GoPro. Darüber hinaus werde das feindselige regulatorische Umfeld in Europa und den USA den adressierbaren Markt in den kommenden Jahren wahrscheinlich reduzieren.

GoPro wird den Markt verlassen, wenn die letzten bereits produzierten Karma-Drohnen verkauft sind. Karma-Kunden erhalten aber weiterhin Service und Support.