Fast jeder zehnte Landwirt setzt in seinem Betrieb Drohnen wie die H520 von Yuneec ein. (Foto: Yuneec)
Die Digitalisierung der Landwirtschaft schreitet voran: Heute nutzt bereits fast jeder zehnte Bauer Drohnen. Insbesondere Großbetriebe mit mehr als 100 Hektar Landfläche setzen Drohnentechnik. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle repräsentative Umfrage.

Fast jeder zehnte Landwirt (9 Prozent) setzt in seinem Betrieb Multikopter ein. 4 Prozent fliegen dabei eigene Drohnen, 5 Prozent engagieren externe Dienstleister. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Deutschen Bauernverbandes (DBV) in Zusammenarbeit mit dem Digitalverband Bitkom. Für die Umfrage haben die Marktforscher von „produkt + markt“ 420 landwirtschaftliche Betriebsleiter befragt. Demnach nutzen vor allem Betriebe mit mehr als 100 Hektar Fläche die fliegenden Helfer. 12 Prozent setzen auf eigene Geräte, weitere 13 Prozent nutzen die fliegenden Kameras externer Dienstleister.

„Bauern sind Vorreiter der Digitalisierung“

„In keiner anderen Branche werden Drohnen vergleichbar intensiv genutzt wie in der Landwirtschaft“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Bauern sind einmal mehr Vorreiter der Digitalisierung.“ Die Einsatzgebiete von Drohnen sind dabei sehr vielfältig. Aus der Vogelperspektive werden schließlich viele Dinge sichtbar, die man vom Boden aus nicht erkennen kann. Hierdurch können Landwirte Tiere entdecken und vor dem Mähtod retten. Dank der unterschiedlichen Färbung der Felder lassen sich aber auch Rückschlüsse auf zu treffende ackerbauliche Maßnahmen wie Düngung, Bewässerung und den richtigen Erntezeitpunkt ziehen. Bernhard Krüsken, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes: „Der Einsatz digitaler Technologien steigert die Akzeptanz moderner Landwirtschaft in der Öffentlichkeit. Denn High-Tech ermöglicht, noch nachhaltiger zu arbeiten, weil dadurch das Tierwohl erhöht wird und die Felder pflanzen- und umweltgerechter bewirtschaftet werden.“

Wildrettung häufigste Nutzungsart für Drohnen

In jedem dritten Fall (33 Prozent) werden die Drohnen zur Wildrettung beziehungsweise zur Vermeidung von Wildschäden eingesetzt. Beinahe ebenso häufig (32 Prozent) nutzen Bauern die Drohnentechnik, um den Zustand von Pflanzen und Böden exakter zu messen. Außerdem setzen drei von zehn Landwirten (31 Prozent) Drohnen zum Schutz der Pflanzenbestände und zur Ausbringung von Nützlingen ein. Rund jeder fünfte Drohnennutzer kartiert mit den Drohnen seine Erträge (22 Prozent) und führt Bestandskontrollen durch (18 Prozent).

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