Die Experten vom Institut ibi research der Universität Regensburg erforschen die Einflüsse der Digitalisierung auf den Handel. Ihre aktuelle Studie zeigt: Die Fotobranche hat die Zeichen der Zeit erkannt.

Eine aktuelle Studie der Handelsforscher von ibi research zeigt, dass die Digitalisierung auch im Einzelhandel auf dem Vormarsch ist. Besonders junge Konsumenten wollen beim Einkaufen sowohl online als auch offline shoppen. Ein Großteil der Händler (85 Prozent) nutzt allerdings weitgehend das stationäre Geschäft, was dieses zum wichtigsten Umsatzkanal macht.

Fotohandel findet heute schon überwiegend online statt

Bei der Fotobranche werden 57 Prozent der Geschäfte über den Online-Handel erzielt. Der Einzelhandel ist im Wandel. Das zeigen auch die Umfragewerte. So rechnen 24 Prozent damit, dass sich die Umsätze im stationären Bereich in den nächsten fünf Jahren verschlechtern werden. Aus diesem Grund wollen 37 Prozent der heute rein stationären Händler in Zukunft­ ihr Online-Geschäft ausbauen.

Verdrängt die Digitalisierung den stationären Handel?

Viele Firmen stehen der Digitalisierung skeptisch gegenüber. 49 Prozent glauben, dass der inhabergeführte Einzelhandel im Jahr 2025 nur noch Nischenprodukte­, regionale oder individuelle Produkte­ verkaufen wird, die online selten ange­boten werden. Doch statt Geld in die Digitalisierung zu investieren sehen 29 Prozent der Firmen in ihr eine Bedrohung für den Einzelhandel.

2022 mindestens ein zusätzlicher Online-Kanal

Als Gesamt­bild zeigt sich aktuell ein deutlicher Trend hin zu einer kundenorientierten Multi-Channel-Einkaufskultur. Viele Händler, die heute nur stationär aktiv sind, rechnen damit, in fünf Jahren mindestens einen zusätzlichen Online-Kanal zu bedienen. Aber auch reine Online-Händler planen ihrerseits, Teile ihres Umsatzes zukünftig offline zu erzeugen. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass der Handel über die Chancen bzw. Risiken durch die Digitalisierung informiert werden muss. www.ibi.de