Für den Imaging-Bereich spielen zwei Anwendungsgebiete eine herausragende Rolle: Datenhaltung – ermöglicht das Zusammenführen von Bildern und Videos aus verschiedenen Quellen und den geräte- sowie standortunabhängigen Zugriff – und Bildverarbeitungs-Services.
Die Bedeutung der Cloud zur Datenhaltung sowie -verarbeitung wird in den nächsten Jahren weiter steigen. Dies geht aus dem aktuellen Trendreport des Photoindustrie-Verbandes hervor.

Dienste zur Online-Datenspeicherung und -verarbeitung sind heutzutage kein Science Fiction mehr. Die Cloud ist allgegenwärtig. Aktuell nutzen bereits 27 Prozent der Deutschen Cloudspeicherlösungen wie Google Fotos oder Irista (Canon) zur Onlinespeicherung ihrer Bilder im Netz. Anderswo in Europa sind es sogar schon deutlich mehr (Schweden: 57 Prozent). Die Bedeutung solcher Dienste wird in den nächsten Jahren noch weiter steigen, prognostiziert der Photoindustrie-Verband (PIV) in seinem aktuellen Trendreport von Mai 2018.

Professionelle Clouds mit sagenhaften Wachstumsraten

So erwarten die Marktanalysten von Forrester Research eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von sagenhaften 22 Prozent für den Gesamtmarkt. Für 2020 erwarten die Experten ein Umsatzvolumen von 236 Milliarden Dollar. Dieses basiert auf zahlreichen Vorteilen, die eine professionell gemanagte Cloud ihren Nutzern bietet. Etwa dass sich die Online-Speicher stets in puncto Technik und Datenschutz auf dem neusten Stand befinden.

Für den Imaging-Bereich spielen zwei Anwendungsgebiete eine herausragende Rolle: Datenhaltung – ermöglicht das Zusammenführen von Bildern und Videos aus verschiedenen Quellen und den geräte- sowie standortunabhängigen Zugriff – und Bildverarbeitungs-Services.

Künstliche Intelligenz steigert den Nutzwert einer Cloud

Die Cloud wird multifunktional: (Bild-) Daten können künftig nicht nur gelagert, sondern auch interpretiert und transformiert werden. „Die Cloud wird smart“, nennt das der PIV. Künstliche Intelligenz (KI) liefert Zusatzinformationen in Form von Metadaten über Bilder. Inhalte können automatisch erkannt werden – vor allem im Bezug auf abgebildete Szenen, Orte und Personen. Zudem senken Clouddienste die Markteintrittsbarriere für den Einsatz von KI: KI-Leistungen können einfach durch Imaging-Unternehmen über die Cloud gemietet werden, so dass kostspielige Eigenentwicklungen der Vergangenheit angehören.

Steigerung der Wertschöpfung in der Cloud durch KI

Auf der Basis der KI-Daten können Imaging-Unternehmen Mehrwerte, wie etwa automatisierte Gestaltung von individuellen Fotoprodukten, schaffen. Die intelligenten Zusatzservices werden für einen weiteren deutlichen Schub bei Cloud-Services sorgen. Bewegt sich KI derzeit nur bei etwa einem Prozent des Cloud-Marktes, prognostiziert die Asia Cloud Computing Association (ACCA) eine Wachstums rate von 52 Prozent! Schon 2025 könnten zehn Prozent des Cloud-Umsatzes über KI kommen, spekulieren die Experten. Aufgrund des hohen Nutzens für die Konsumenten, rechnet die ACCA mit einer intensiven Marktdurchdringung.

Bedenken und Hemmnisse stehen Cloud und KI im Weg

Datenschutz-Sorgen, Vorbehalte gegen KI und mangelnder Breitband-Ausbau in Deutschland könnten diese Entwicklung hierzulande allerdings verzögern, so die Befürchtung vom PIV. Die Ausbreitung des „Internet of Things“ jedoch wird voraussichtlich einen weiteren Wachstumsimpuls für die Cloud bringen. Und sobald Quantencomputer verfügbar sind, ist auch bei der Künstlichen Intelligenz ein Quantensprung zu erwarten.