Smart an der Kasse: Kontaktloses Bezahlen mit dem Smartphone, der Smartwatch oder NFC-fähiger Bankkarte soll überall möglich sein, fordert der Digitalverband Bitkom. (Foto: Designed by Freepik)

Die Corona-Krise hat die Konsumenten für kontaktloses Bezahlen sensibilisiert. Dies ist -jedoch noch nicht überall möglich. Darum fordert der Digitalverband Bitkom vollständige Wahlfreiheit an der Kasse und Unterstützung für den Handel bei der Umsetzung.

Während der Corona-Krise hat sich an den Kassen des Einzelhandels einiges getan. Die EC-Karte – bereits vor der Pandemie beliebtes Zahlungsmittel – hat an Relevanz weiter zugenommen. Dem kontaktlosen Bezahlen kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Wird doch der Kontakt mit den Beschäftigten an den Kassen und die potenzielle Übertragung des COVID-19-Erregers so vermieden.

Bitkom fordert Weichenstellung für kontaktloses Bezahlen 

Am 15. April 2020 er­höh­te die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) die Li­mits für kon­takt­lo­se Zah­lun­gen ohne PIN-Eingabe im gi­ro­card-Sys­tem und bei Kre­dit­kar­ten von 25 auf 50 Euro pro Nutzung, um so die „hygienischen Zahlungsmethoden“ zu unterstützen. Geht es nach dem Digitalverband Bitkom sollen solche Wertgrenzen bald komplett wegfallen, um den Konsumenten eine echte Wahlfreiheit zwischen Bargeld, Kartenzahlung und der Nutzung von Smartphone oder Smartwatch zu ermöglichen.

Weniger verwundbar in der Corona-Krise

Überall wo Kunden bezahlen können, soll mindestens eine europaweit nutzbare digitale Bezahlmöglichkeit verpflichtend angeboten werden müssen, heißt es in den bereits am 10. August 2020 veröffentlichten ­„Bitkom-Thesen zur Wahlfreiheit beim Bezahlen“. „Digitale Alternativen beim Bezahlen geben Kunden mehr Freiheit“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Die Corona-Krise hat gezeigt, dass uns digitale Technologien weniger verwundbar machen. Es ist höchste Zeit, diese Erkenntnis auch politisch umzusetzen.“

Finanzielle Hilfen für die Erstanschaffung von Terminals

Um den Handel bei der Bereitstellung neuer Bezahlmöglichkeiten an der Kasse zu unterstützen, fordert der Digitalverband zudem finanzielle Hilfen bei der Erstanschaffung von Terminals für das kontaktlose Bezahlen. Zudem regt der Bitkom die Eta­blierung eines Zahlungsverkehrs-Rats an, der  beim Bundesfinanzministerium angesiedelt ist und den es in vergleichbarer Form bereits in anderen Ländern gibt. Er soll bei Digitalisierungsprojekten für eine stärkere Berücksichtigung des digitalen Zahlungsverkehrs sorgen.

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