Zu den Sternen blicken und Fotografieren – die Canon EOS Ra wurde speziell für die Astrofotografie entwickelt. (Foto: Canon)
Mit der neuen EOS Ra präsentiert Canon eine spiegellose Kamera mit Vollformatsensor, die speziell für die Astrofotografie entwickelt wurde. Sie ermöglicht als erste 4K-Astro–Videoaufzeichnungen und erfasst die vierfache Menge an Hydrogen-Alpha-Licht.

Die unendlichen Weiten des Universums bieten Astrofotografen eine faszinierende, nicht enden wollende Vielfalt an Motiven. Schließlich beherbergt schon allein ­unsere Milchstraße über hundert Milliarden Sterne. Damit perfekte Aufnahmen gelingen, braucht es zuerst zwei Dinge: einen freien Blick in einen nahezu natürlichen Nachthimmel ohne Lichtverschmutzung und das richtige Equipment.

Als optimale Location für Sternengucker und Astrofotogragen bieten sich die so genannten Sternenparks an. Hier wird der dunkle Nachthimmel geschützt. Aus diesem Grund tritt hier kaum künstliches Licht auf. Von diesen geschützten Sternenparks gibt es laut der International Dark-Sky Association (IDA) weltweit weniger als 40. Vier davon liegen in Deutschland:

Spiegellose Astrokamera auf EOS-R-Basis

In Sachen Equipment stellte Canon jetzt mit der EOS Ra ein neues spiegelloses Modell vor. Die Kamera basiert auf der EOS R und verfügt folgerichtig über die selben charakteristischen Merkmale, wie etwa den ultra-schnellen Autofokus und die Fähigkeit, bei Lichtverhältnissen bis zu -6 LW präzise zu fokussieren. Auch der Vollformat-CMOS-Sensor mit rund 30,3 Millionen Pixeln sowie der DIGIC 8 Bildprozessor sind wieder an Bord.

Die Canon EOS Ra basiert in weiten Teilen auf der Canon EOS R. (Foto: Canon)
Die Canon EOS Ra basiert in weiten Teilen auf der Canon EOS R. (Foto: Canon)
Mehr Hydrogen-Alpha-Licht auf dem Sensor

Speziell für die Astrofotografie hat Canon der EOS Ra einen neuen Infrarot-Sperrfilter (IR-Filter) verpasst, der ermöglicht, dass noch mehr Hydrogen-Alpha-Licht den Bildsensor erreicht. Die EOS Ra erfasst gegenüber der EOS R die vier Mal soviel Hydrogen-­Alpha-Licht. Dadurch ist es möglich, die deutlich roten Farbanteile diffuser Nebel im All einzufangen, die hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium bestehen. Mit einer herkömmlichen Kamera ist dies nicht möglich, da die dort verbauten UV/IR-Sperrfilter genau diese ­Lichtanteile absorbieren.

Für jedes Szenario das passende Objektiv

Hohe ISO-Empfindlichkeit, hohe Auflösung, schnelle Datenübertragung und einen exzellenten Belichtungsspielraum – auch sonst hat die EOS Ra alles was nötig ist, um interstellare Bilder von hoher Qualität aufzuzeichnen. Die Kamera nutzt dabei alle 30,3 Millionen Pixel des Sensors, was dazu führt, dass alle relevanten Bereiche und Sterne zuverlässig erfasst werden. Sollte beim Anschluss an ein Teleskop nicht der gesamte Bildbereich des Sensors nutzbar sein, ermöglicht die EOS Ra auch das Aufnehmen in APS-C-Größe mit ca. 11,6 MP (4.176 x 2.784 Pixel) oder mit diversen anderen Bildausschnitten.

Fülle an Objektiv- und Teleskop-Optionen

Die EOS Ra hat dasselbe Bajonett wie die EOS R: Um das EOS System voll auszunutzen, steht ein Bajonettadapter in drei Versionen zur Verfügung. Fotografen haben somit eine große Auswahl an Objektiven und Teleskopen, die mit der EOS Ra verwendet werden können. Bei der Bedienung der Kamera können Fotografen auf den von der EOS R bekannten dreh- und schwenkbaren Touchscreen zurückgreifen. Außerdem unterstützt die EOS Ra die Verbindung mit der EOS Utility Software und der Canon Camera Connect App für Smartphones per Bluetooth und WLAN.

Auf dem dreh- und schwenkbaren Touchscreen der EOS Ra haben Astrophotographen immer alles bestens im Blick. (Foto: Canon)
Auf dem dreh- und schwenkbaren Touchscreen der EOS Ra haben Astrophotographen immer alles bestens im Blick. (Foto: Canon)
„Sternbilder“ mit exakten GPS-Daten vom Smartphone

So werden nicht nur Bilder und Videos schnell und einfach auf das Mobilgerät übertragen, sondern auch die Fernsteuerung der Kamera vom Smartphone oder Tablet wird so problemlos möglich. Zudem können den Bildern auf diese Weise exakte GPS-Daten vom Smartphone hinzugefügt werden, um den Aufnahmeort zu dokumentieren. Die Software steht kostenlos auf der Canon Support-Website zum Download bereit. Passionierte Sternengucker müssen für die EOS Ra 2.769 Euro (UVP) berappen.