Retro ist voll im Trend. Fotos werden auf alt getrimmt und statt makellosen und perfekten Formen sehnen sich die Menschen nach Unvollkommenheit. Bilderrrahmen mit Kratzern oder Vintage-Bilder auf alten Holzdielen. Alles was Shabby ist, ist chic.

Die Fotografie befindet sich gerade in einen regelrechten Retro-Boom. Bilder im Retro-Style sind total angesagt. Da verwundert es nicht, dass auch Bilderrahmen einen Wandel vollziehen. Gewünscht werden schicke Rahmen, die benutzt aussehen. Gebrauchsspuren und kleine Makel verleihen den unterschiedlichsten Materialien den beliebten Retro-Charme. Das hat auch Fotoalben Hersteller Goldbuch erkannt. Das Bamberger Traditionsunternehmen bietet seinen Kunden eine Vintage Box an. Darin enthalten sind 18 Bilderrahmen, die bewusst im Retro-Stil produziert wurden. Die Rahmen sind in Natur Grau und sehen eigentlich etwas schäbig aus, doch genau das will der Shabby Chick ja erreichen – ein schäbig schönes Aussehen.

Rahmen im Wandel

Die Zeit der neuen und puristischen Möbel und Rahmen scheint vorbei zu sein. Ein Rahmen dient nicht nur dekorativen Zwecken, sondern soll dem Bild auch Schutz und Stabilität bieten. Mit der richtigen Umrandung lässt sich die Bildaussage entweder unterstützen oder in einen extravaganten Kontrast setzen. Was passt besser zu zeitgenössischer Fotografie als ein Bilderrahmen im Vintage-Stil? So kann man nur durch den richtigen Rand eine nostalgische Atmosphäre erschaffen und z.B. eine Schwarz-Weiss-Aufnahme stilecht in Szene setzen. Auch Porträts kommen in den auf alt getrimmten Rahmen besonders schön zur Geltung. Walther, ebenfalls für seine Fotoalben bekannt, setzt auch auf den Retro-Trend und bietet seinen Kunden eine Vielzahl an Rahmen im Vintage-Stil. Egal ob für einzelne Porträts oder als Galerierahmen für sechs bis neun Bilder – der Shabby Look verzaubert.

Druck auf neuen Materialien

Foto-Dienstleister WhiteWall geht beim Retro-Trend sogar noch weiter. Alte Materialien, wie Holz und Metall gewinnen als Druckoberflächen an Bedeutung. Beim HD Metal Print wird das Foto zunächst spiegelverkehrt auf ein Transferpapier gedruckt. Anschließend wird es mittels Thermosublimation in die Spezialbeschichtung des Aluminiums eingedampft. Das Ergebnis sind leuchtende Farben mit beeindruckender Haltbarkeit. Die Bilder sind robust gegenüber Witterungseinflüssen und eignen sich deshalb besonders gut für Outdoor-Präsentationen. Die etwas kostengünstigere Alternative ist der Direktdruck auf gebürstetem Aluminium. Die horizontal gebürstete Aluminiumoberfläche scheint in hellen und weißen Bereichen durch und erschafft so einen modernen und matten Look. Gerade freigestellte Objekte oder Motive mit metallischen Oberflächen kommen dadurch besonders gut zur Geltung. Wem das Metall zu kalt erscheint, der kann bei WhiteWall auch Holz als Bildträger bestellen. Auf hellem Birkenholz wird das Motiv mittels 7-Farb-UV-Druck gedruckt.

Goldbuch schließt sich dem Vintage-Look an.
(Foto: Goldbuch)
Shabby Chic

Holz ist jedoch nicht gleich Holz. Das zeigt lumberprint und reitet damit erfolgreich auf der Retro-Welle. Das Unternehmen aus Essen bietet Vintage-Prints auf historischen Holz an. Die meist über 100 Jahre alten Bretter wurden in Scheunen, Wohnstuben oder sogar Schlössern als Dielen verwendet und erzählen ihre eigene Geschichte. Astlöcher, Maserung und Abnutzung des Holzes machen jedes Stück zu einem Unikat. Risse, Farbreste und Beulen sorgen für den einzigartigen Shabby Look. Das schäbig-schöne Aussehen ist eine Kombination aus Altem, Neuem und Kuriosem. Dazu kommt eine weibliche Note und eine verhaltene Eleganz. Um diesen Stil zu erreichen benutzt man am besten edle und wertvolle Accessoires, schimmernde Materialien oder antike Möbel. Natürliche oder künstlich herbeigeführte Gebrauchsspuren wie abgeplatzter Lack, scheinbar unbearbeitetes, grobes Holz und Textilien mit Mustern sind charakteristisch für den Shabby Chic.