Die Preisträgerin des diesjährigen Deutschen Umweltpreises, Prof. Dr. Antje Boetius, ist die neue Schirmherrin des 12. Umweltfotofestivals horizonte zingst 2019. (Foto: Alfred-Wegener-Institut / Kerstin Rolfes)
Die Preisträgerin des diesjährigen Deutschen Umweltpreises, die Polar- und Tiefseeforscherin Prof. Dr. Antje Boetius, ist die Schirmherrin des 12. Umweltfotofestivals horizonte zingst 2019.

Die Polar- und Meeresforscherin Antje Boetius, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts, erforscht die Ozeane weltweit und auch die Ostsee liegt ihr am Herzen. Die Wissenschaftlerin hat mit verschiedenen Unterwassertechnologien die Lebensvielfalt im Meer erkundet und dabei auch gezeigt, dass der Mensch schon die unzugänglichsten Winkel unserer Erde beeinflusst. Ihre Botschaft bekräftigt die thematische Ausrichtung des Festivals, durch bewegende Bilder das Bewusstsein für unsere Umwelt zu erweitern. Das Alfred-Wegener-Institut ist zudem mit Ausstellungs- und Vortragsbeiträgen im Rahmen des Festivalprogramms beteiligt.

Antje Boetius: „Ein breites Publikum für die Natur zu begeistern, ist mir ein wichtiges Anliegen“

„Ich freue mich sehr, Schirmherrin des Festivals 2019 zu sein“, sagt die Polar- und Tiefseeforscherin. „Ein breites Publikum für die Natur zu begeistern, ist mir ein wichtiges Anliegen. Dementsprechend leicht fiel mir die Zusage, denn die Fotografie ist hierfür ein hervorragendes Mittel. Mich selber fasziniert die Lebewelt in den Ozeanen immer wieder aufs Neue. Ich freue mich, an diesem schönen Ort Fotografien der Natur mit all ihren Facetten auf dem Festival mit vielen Menschen zu teilen“, so Boetius.

Antje Boetius hat an über 50 Expeditionen auf internationalen Forschungsschiffen teilgenommen

Prof. Dr. Antje Boetius ist Polar- und Tiefseeforscherin. Sie ist Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz Zentrum für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven und Professorin für Geomikrobiologie an der Universität Bremen. Geboren 1967 in Frankfurt am Main studierte Antje Boetius von 1986-1992 in Hamburg und San Diego Biologische Ozeanographie. 2009 wurde Antje Boetius Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Sie hat an über 50 Expeditionen auf internationalen Forschungsschiffen teilgenommen. Derzeit beschäftigt sie sich vor allem mit Fragen der Auswirkungen des Klimawandels auf die Biogeochemie und Biodiversität des Arktischen Ozeans. 2011 veröffentlichte sie das umfassende Sachbuch „Das dunkle Paradies“ über die Erforschung der Tiefsee gemeinsam mit ihrem Vater, dem Schriftsteller Henning Boetius. 2018 erhielt sie den Communicator-Preis des Stifterverbandes und der DFG. Für ihre Arbeit wurde sie außerdem mit dem Deutschen Umweltpreis 2018 ausgezeichnet.