Kreditkartenzahlungen werden 2018 gebührenfrei.
Das Digitaljahr 2018 bringt neue Vorschriften und Rechte für Händler und Verbraucher mit sich. Die wichtigsten Neuerungen im Überblick.

Das Digitaljahr 2018 bringt wieder einige Veränderungen für Handel und Verbraucher. So wird etwa 2018 das „SEPA-Instant Payment“ eingeführt. Die „Single Euro Payment Area“ (SEPA) kennen Sie nun schon geraume Zeit vom SEPA-Lastschriftverfahren mit IBAN und BIC. SEPA ist ein Projekt zur Vereinheitlichung von bargeldlosen Zahlungen. Ziel des Projektes ist ein europaweit einheitlicher Zahlungsraum für bargeldlose Zahlungen in Euro, wobei aber die teilnehmenden Gebiete weit über die Euro-Staaten hinausgehen. In diesem übernationalen Zahlungsraum sollen Kunden keine Unterschiede mehr zwischen nationalen und grenzüberschreitenden Zahlungen erkennen können.

Bezahlen in Echtzeit

Mit SEPA-Instant Payment folgt nun der nächste Schritt des Projekts. Kontoüberweisungen werden dann in Echtzeit abgewickelt. Zahlungsempfänger in der gesamten Euro-Zone bekommen ihre Zahlungen innerhalb von zehn Sekunden gutgeschrieben – und das auch sonn- und feiertags rund um die Uhr! Erste Banken bieten diesen Service bereits seit dem 21. November 2017 an. Der große Durchbruch in der Breite soll im nächsten Jahr kommen. Es wird erwartet, dass Echtzeitzahlungen sowohl von Privatperson zu Privatperson als auch im E-Commerce möglich sind. Ebenso werden Bankkunden an Ladenkassen in Echtzeit zahlen können, etwa per Smartphone-App (Mobile Payment). Die Instant Payments sollen damit ein Zahlverfahren ermöglichen, das an allen Bezahlpunkten einsetzbar ist und direkt mit dem jeweiligen Girokonto in Verbindung steht.

Kreditkartengebühren entfallen

Ob beim Online-Shoppen oder im Laden: Ab kommendem Jahr entfallen europaweit die Gebühren beim Bezahlen mit Kreditkarte. Händler dürfen somit in vielen Fällen keine gesonderten Gebühren für Kartenzahlungen, Überweisungen und Lastschriften mehr berechnen. Für Bargeldabhebungen im Ausland können Banken weiterhin Entgelte verlangen.

Beschwerden bei Twitter und Facebook

Ab dem 1. Januar 2018 wird das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (kurz: NetzDG) wirksam, mit dem rechtswidrige Inhalte auf sozialen Netzwerken besser bekämpft werden sollen. Soziale Netzwerke wie Twitter, Instagram und Facebook müssen es ihren Nutzern ermöglichen, sich über verbotene Inhalte beschweren zu können. So sollen sie Verbotenes direkt bei den jeweiligen Netzwerk-Betreibern melden können. Diese Inhalte werden dann überprüft und gelöscht, wenn ein Verstoß gegen Gesetze festgestellt wird. Strafbar sind nach dem NetzDG etwa Beleidigungen, aber auch wenn Nutzer verbotene Symbole wie ein Hakenkreuz posten oder den Holocaust leugnen.

Datenschutzgrundverordnung wird wirksam

Wichtig, wenn Sie einen Online-Shop betreiben: Ab 25. Mai 2018 gilt für Unternehmen die neue Datenschutzgrundverordnung, die EU-weit die Nutzung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten regelt. Diese Verordnung stärkt die Verbraucherrechte. Nutzer können von Unternehmen Auskunft über ihre personenbezogenen Daten verlangen, und Unternehmen auffordern, diese zu berichtigen und zu löschen. Darüber hinaus können sie erwirken, dass ihre Daten von einem Anbieter zu einem anderen Anbieter (oder an sie selbst) übertragen werden. Dies muss in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format erfolgen. Neu ist auch, dass Verbraucher jetzt umfangreiche Informations-, Auskunfts- und Widerspruchsrechte haben, wenn Anbieter von ihnen Nutzerprofile erstellen oder automatisierte Entscheidungen zu ihren Nutzerdaten treffen.

(Quelle: Bitkom)