Profi-Drohne für Inspektionseinsätze in luftiger Höhe: Auf der AirWorks 2018 stellte DJI die neue Mavic 2 Enterprise der Öffentlichkeit vor. (Foto: DJI)
DJI stellte auf der AirWorks 2018 die Mavic 2 Enterprise, ein Werkzeug für den täglichen professionellen Arbeitseinsatz vor. Die Drohne ermöglicht professionelle Einsätze in der Luft. Darüber hinaus stellte DJI noch weitere neue Hard- und Softwarelösungen vor und gab stragetische Partnerschaften bekannt.

DJI, der Weltmarktführer für zivile Drohnen- und Luftbildtechnologie, stellte auf der AirWorks 2018 die Mavic 2 Enterprise vor, eine faltbare, leicht transportierbare Kameradrohne, die über einzigartige leistungsstarke Funktionen verfügt. Sie wurde speziell für Unternehmen, Behörden, Ausbildungsstätten und weitere professionelle Anwender entwickelt, die ein zuverlässiges Arbeitsgerät für den täglichen Gebrauch benötigen.

Die Mavic 2 Enterprise ist für Benutzer konzipiert, die ihre Arbeitsweisen mithilfe von Drohnentechnologie umgestalten wollen. Sie bietet ein extrem kompaktes und faltbares Design und eine Reihe fortschrittlicher Steuerungsfunktionen. Darüber hinaus erweitert modulares Zubehör die Einsatzmöglichkeiten bei spezifischen Operationen, wie etwa Infrastruktur-Inspektionen, in der Brandbekämpfung, bei Rettungseinsätzen oder in der Strafverfolgung.

„Die Mavic 2 Enterprise ist die weltweit leistungsfähigste Drohne für Geschäftskunden.“

„Mit der Mavic 2 Enterprise hat DJI eine Drohne geschaffen, die leistungsstarke Technologie für alle Unternehmen verfügbar macht und damit ihre Arbeit revolutioniert“, erklärte DJI President Roger Luo. „Die Mavic 2 Enterprise ist die weltweit leistungsfähigste Drohne für Geschäftskunden. Sie wurde speziell zur Erfüllung der operativen Bedürfnisse unserer Industriepartner und anderer Unternehmen entwickelt, die von den Vorteilen der Drohnennutzung profitieren wollen. Die Soft- und Hardware von DJI setzt den Standard bei Innovationen aus der Luft weltweit, und die Mavic 2 Enterprise ist das kompakteste, leistungsstärkste, zuverlässigste und sicherste Arbeitsgerät für Profis, die Drohnen in ihre Arbeitsabläufe integrieren wollen.“

Leistungsstarke 12-Megapixel-Kamera
Die Mavic 2 Enterprise besitzt eine hochauflösende 12-Megapixel Kamera, die für scharfe Video- und Fotoaufnahmen durch einen Gimbal auf allen drei Achsen stabilisiert ist. (Foto: DJI)
Die Kamera der Mavic 2 Enterprise verfügt über einen 12-Megapixel-Sensor. Ein Drei-Achsen-Gimbal sorgt überdies für Stabilität beim Fotografieren und Filmen aus der Luft.  (Foto: DJI)

Die Mavic 2 Enterprise hat eine hochauflösende 12-Megapixel Kamera, die für scharfe Video- und Fotoaufnahmen durch einen Gimbal auf allen drei Achsen stabilisiert ist. Bei komplexen dynamischen Einsätzen erweitert die Kamera die Sicht des Piloten mit einem 2-fach optischen Zoom und einem 3-fach digitalen Zoom. Der Zoom verbessert die Möglichkeiten zur Identifizierung und Inspektion von gefährlichen oder schwer zugänglichen Bereichen entscheidend und hilft Einsatzkräften verschiedenster Art, Leben zu retten oder Objekte zu schützen.

Modular erweiterbares Arbeitswerkzeug mit Potential

Die Mavic 2 Enterprise ermöglicht die Montage von neuem modularem Zubehör, welches sicher und fest an der Drohne befestigt wird und einfach über eine App bedient werden kann. Dieses Zubehör eröffnet neue Wege für Piloten, um aus der Luft Kontakt aufzunehmen. Dies transformiert Drohnen von einfachen bildgebenden Werkzeugen zu konfigurierbaren Plattformen, welche die Produktivität bei Lufteinsätzen steigern.

Auf der mittlerweile dritten jährlich stattfindenden AirWorks-Konferenz für professionelle Drohnennutzer stellte DJI noch weitere neue Hard- und Softwarelösungen vor. Überdies gab DJI  strategische Partnerschaften bekannt. Diese sollen den weltweiten Ausbau des DJI-Ökosystems vorantreiben und Unternehmen helfen, die Vorteile von aus der Luft unterstützten Arbeitsabläufen zu verstehen.

Neben der Mavic 2 Enterprise stand besonders der DJI-Flugsimulator im Blickpunkt. Die Software war bereits auf der photokina zu sehen und hilft bei der Ausbildung neuer Piloten und der Erlangung benötigter Fähigkeiten für ihr Einsatzgebiet. Ebenfalls vorgestellt wurde die offizielle Version der DJI Pilot App. Auch die wurde speziell für den professionellen Einsatz entwickelt. Außerdem hat DJI seine Flottenmanagement-Software für Drohnen, Ground Station Pro (GS Pro) überarbeitet.

DJI-Plattformen im Profi-Einsatz

Schließlich gab es Beispiele von professionellen Anwendungen der DJI-Plattformen zu sehen. Darunter waren die Inspektion von Eisenbahnbrücken durch die US-Bahngesellschaft „Union Pacific“ und den UAV-Softwareentwickler „AutoModality“ und zudem die Untersuchung von Passagierflugzeugen bei „American Airlines“. Auch die Überprüfung von Hochspannungsleitungen beim Energieunternehmen „Southern Company“ sowie die Entwicklung speziell angepasster Lösungen mit dem „Software Development Kit“ (SDK) von „Microsoft“ wurden demonstriert.

Inspektion von Passagierflugzeugen bei American Airlines mit der neuen DJI Mavic 2 Enterprise:

„Drohnen haben bereits die Arbeitswelt im Baugewerbe, der Infrastrukturüberwachung, im Energiesektor und in der Versicherungswirtschaft verändert. Wir sind stolz, auf der AirWorks 2018 für die wachsende Zahl an Unternehmen, die Drohnen einsetzen wollen, neue Arbeitswerkzeuge zur Verfügung stellen zu können“, teilte DJI Vice President und Country Manager für Nordamerika, Mario Rebello, mit. „Hunderttausende professionelle Drohnenpiloten rund um die Welt setzen neue Standards für Arbeitsabläufe in der Luft. DJI und unsere Partner schaffen ein Ökosystem, in dem Unternehmen in Zukunft Drohnen in ihre routinemäßigen Arbeitsabläufe integrieren können.“

Werkzeuge für den Branchenwandel

Mit dem Einzug der Drohnentechnologie bei Unternehmen, benötigen diese Standards zur Einarbeitung und ein Personalmanagement von Piloten, die ihre Drohnenflotten bedienen. Die Entwicklung des DJI-Flugsimulators bietet Piloten beispielsweise im Training eine realistische Flugsimulation. Mit anderen Worten: Sie ermöglicht angehenden Piloten die Verbesserung ihrer Fähigkeiten, ohne die Risiken, Limitierungen und möglichen Unkosten eines Trainings mit echten Drohnen.

Auf einem Computer installiert bedienen Piloten den Simulator über eine DJI-Fernsteuerung. Nach dem Abheben können Piloten in einer lebensechten Umgebung fliegen, in der Umweltbedingungen, wie Wetter, Tageszeit und Sichtweite oder Windstärke, individuell angepasst werden können. Sie erhalten Rückmeldungen aus der Umgebung, als würden sie in der realen Welt fliegen. Dabei können sie lernen, wie in komplexen Situationen richtig reagiert werden muss, um den Einsatz sicher durchzuführen.

Den DJI-Flugsimulator konnten interessierte Hobby-Piloten bereits auf der photokina testen. (Foto: Koelnmesse GmbH, Harald Fleissner)
Den DJI-Flugsimulator konnten interessierte Hobby-Piloten bereits auf der photokina testen. (Foto: Koelnmesse GmbH, Harald Fleissner)

Piloten können in unterschiedlichsten Umgebungen, wie auf Inseln oder in Innenstädten, fliegen oder für Einsätze, wie zum Beispiel an Hochspannungsleitungen oder Rettungsmissionen, trainieren. Unternehmen können außerdem die Ausbildungskurse an ihre eigenen Vorgaben anpassen. Der Flugsimulator bietet die beliebtesten DJI Drohnen zum Flug an.

DJI-Pilot – offizielle Version vorgestellt

DJI-Pilot, die führende App zur Steuerung professioneller Drohnen von DJI, hat die Beta-Phase verlassen. Die ist in der offiziellen Version sowohl für Android, als auch für iOS ab sofort verfügbar. Aufgrund der vollständigen Kompatibilität der DJI-Pilot-App mit den DJI Enterprise Drohnen und industriellen Erweiterungen können Piloten ihre Drohneneinsätze besonders effizient gestalten.

Die App bietet eine intuitive Funktionalität, die sich Firmen wünschen. Sie erlaubt die Erstellung von Einsätzen mit detaillierten Flugplänen und die Erzeugung halb-automatisierter Inspektionen. Die Parameter eines Fluges sowie Foto- und Video-Operationen werden auf dem Weg erstellt und gesteuert. Zudem ermöglicht die App die Bedienung eine Reihe von industriellen Erweiterungen. Dazu zählen etwa die Zenmuse XT2 Kamera mit Wärmebildtechnik, die Zenmuse Z30 Kamera mit Zoom. Und außerdem die modularen Erweiterungen der Mavic 2 Enterprise sowie Erweiterungen von Drittherstellern, die auf dem DJI Payload SDK basieren.

DJI-Pilot arbeitet problemlos mit anderer DJI-Software für Unternehmensanwendungen zusammen. Die Live-Übertragung und die Echtzeit-Flugdaten können an die DJI-Flottenmanagement-Software FlightHub weitergegeben werden. Der lokale Datenmodus unterbindet jeglichen Datenverkehr über das Internet und speichert Kundendaten somit sicher und lokal. Beim Einsatz mit einer Mavic 2 Enterprise oder einer Drohne der Matrice 200 Serie, gibt die App Meldungen des AirSense-Systems über in der Nähe fliegende Flugzeuge oder Helikopter weiter.

Ground Station Pro (GS Pro) – Version 2.0

Die überarbeitete GS-Pro-App dient zur leistungsstarken Flugroutenplanung für kritische Missionen, die nach Präzision und Zuverlässigkeit verlangen. Mit dieser Version können Unternehmen ihre Drohnenflotten, zugewiesene Piloten, Einsätze und erfasste Daten verwalten. Die erweiterte Funktionalität von GS Pro ermöglicht Cloud-Datenspeicherung und -sicherung sowie eine stabile gemeinsame Nutzung von Daten. Benutzer können außerdem ihre DJI-Kontoanmeldeinformationen zum Speichern und Verfolgen der Daten verwenden, die sie mithilfe der App generieren.

Die intuitive Bedienoberfläche ermöglicht die Planung und Ausführung automatisierter Flugeinsätze mit nur wenigen Klicks. Piloten und Manager können wiederholbare Einsätze erstellen. Die Verfeinerung bereits geflogener Einsätze verbessert die Zuverlässigkeit und Präzision der Flüge.

Kooperation mit Branchenführern zum Ausbau des DJI-Ökosystems

Das DJI-Ökosystem stellt Werkzeuge und Plattformen zur Spezialisierung von Drohneneinsätzen zur Verfügung. Auf der AirWorks 2018 demonstrierten strategische Partner, wie sie sich diese neue Technologie angepasst haben. Diese Vorzeigeprojekte geben anderen Unternehmen eine Inspiration zum Einsatz von Drohnen bei ihrer Arbeit.

So arbeitet beispielsweise Microsoft gleich an diversen Lösungen mit Drohnen von DJI. Dazu gehört die Integration von Microsoft Azure IoT ebenso wie Edge Computing und KI Cloud-Services und Entwicklungs-Tools. Jetzt stellten Microsoft und DJI die „Public Preview“ des DJI Windows SDK (Software Developement Kit) vor. Das SDK eröffnet Entwicklern von Drohnen-Lösungen zahlreiche Möglichkeiten. Etwa die drahtlose Übertragung von Bildern auf Windows-fähige Edge-Geräte. Überdies ermöglicht das SDK, Drohnen und Drittanbieter-Payloads über Windows-Apps zu integrieren und zu steuern. Des Weiteren ist das Bereitstellen von Echtzeit-KI- und Machine-Learning-Funktionen für Bilder von DJI-Drohnen möglich.

Maßgeschneiderte Lösungen für Inspektionen

Mit dem US Energieunternehmen Southern Company entwickelt DJI maßgeschneiderte Lösungen für den Energiesektor. (Foto: DJI)
Mit dem US Energieunternehmen Southern Company entwickelt DJI beispielsweise maßgeschneiderte Lösungen für den Energiesektor. (Foto: DJI)

Die bereits bestehende Kooperation mit dem US Energieunternehmen Southern Company wurde durch die offizielle Bekanntgabe als „Solution Development Partner“ vertieft. Als führender Nutzer von Drohnenlösungen wird das Partnerunternehmen demzufolge bei der Entwicklung und Erprobung maßgeschneiderter Lösungen für den Energiesektor mitwirken.

Zudem werden weitere Wege für die breitere Nutzung von Drohnen in unterschiedlichsten Bereichen begangen. Dazu gehört beispielsweise der Transport von schwerem Equipment auf die Spitzen von Hochspannungsmasten oder Verbesserungen in der täglichen Inspektionsarbeit.

Das führende nordamerikanische Eisenbahnunternehmen Union Pacific arbeitete mit dem führenden Entwickler von automatisierter UAV-Flugsteuerungssoftware, AutoModality, zusammen. Sie zeigten, wie sie auf Basis der DJI Drohnenplattform automatische Inspektionsflüge der „Benicia–Martinez-Brücke“, der zweitlängsten Eisenbahnbrücke in Nordamerika, durchführen können.